G.F.Händel „Messiah“

Weihnachten steht vor der Tür und bringt seine Traditionen mit. Weil wir der Meinung sind, dass nicht nur Bachs Weihnachtsoratorium eine Hauptrolle in dieser Zeit der allgemeinen „Endjahresstimmung“ verdient, wollen wir für euch heute einen etwas unentschlosseneren Klassiker in Szene setzen.

The Messiah (1741) von Georg Friedrich
Händel (1685-1759), erzählt die christliche Heilsgeschichte. Spannend finde ich, dass das Libretto von Charles Jennens (1700-1773) fast ausschliesslich auf Zitaten aus dem alten Testament beruht. Das erlaubt dem Werk eine indirekte Beleuchtung der Emotionen und Erfahrungen des Menschen, der mit der Geschichte von der Geburt des kleinen Kindes im Stall, das zum Mann wird um am Kreuz die Welt zu erlösen, konfrontiert wird.

Jetzt zur versprochenen Unentschlossenheit. Für uns Sänger am wichtigsten ist, dass viele Nummer
n in mehr als einer Fassung überliefert sind, wobei es keine ausdrückliche Bevorzugung von G.F. Händel gibt. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall vor dem Studium der Partie eine kritische Gesamtausgabe in die Hand zu nehmen*. Nicht, dass man sonst als Sopran überrascht ist, wenn die Arie „How beautiful are the feet“ plötzlich ein Duett mit dem Alt ist ;-p.

Dass Händel zeitlos komponiert hat ist kaum zu bezweifeln, seine kantablen Melodien auf Basis eingängiger Harmonien wirken selbst in abwegigen Fassungen wie „Messiah Rocks“ (2016 in Wien)**…Na gut wir müssen zugeben…es ist nicht unbedingt unser Lieblingsstück, aber Händels kompositorische Relevanz, selbst im 21. Jahrhundert, wird trotzdem bestätigt!

*(z.B.: Hallische Händel-Ausgabe, Der Messias, Kritischer Bericht, John Tobin, Kassel 1965)
**http://derstandard.at/2000033649189/Messiah-rocks-Aufgerockt-von-den-Toten

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